SINNLICHKEIT UND URTEILSKRAFT

Der 1968 in Stuttgart geborene Künstler Markus Rabe, studierte Malerei an der Hochschule für Künste Bremen und an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach Diplom und Meisterschülerjahr hängte er noch zwei Jahre Studium an der Universität Salzburg an, in Philosophie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Zu seiner Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland betreibt Rabe eine Kunstschule für Malerei und Zeichnung. Neben Einzel- und Gruppenunterricht bietet Rabe einen speziellen Service für Firmen an. Für diese gibt es die Möglichkeit Mitarbeitergruppen direkt in den Betrieben zu unterrichten. Markus Rabe kommt mit seinen Farben und Staffeleien in die Firmen. Unsere Arbeitswelt charakterisiert sich durch Veränderung. Durch die künstlerische Methode haben wir Techniken im Finden von Metaphern, mit denen Themen auf den Punkt gebracht werden, durch Verdichten von umfangreichen Zusammenhängen auf ihren Wesenskern. Von dieser Einsicht sind auch die Sätze geprägt, welcher der ehemalige Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, formulierte, anlässlich des Eröffnungsvortrages beim 18. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 2002, in seiner Rede mit dem Titel: "Alles wandelt sich, der Humanismus bleibt...:" "Von besonderer Bedeutung ist der Bereich der ästhetischen Bildung. Mit Ästhetik meine ich hier nicht nur das Schöne im modernen Sinn, sondern den ursprünglichen Wortsinn der Aisthesis, die Dimension unseres Lebens also, die uns durch Empfindungen und Wahrnehmungen zugänglich sind. Die kognitive Schlagseite unseres Bildungswesens drängt die musische Bildung an den Rand. Wenn wir die Dimension der Aisthesis ernst nehmen, dann dürfen wir Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, nicht als gebildet ansehen, wenn allein ihre kognitiven Fähigkeiten gestärkt und erweitert worden sind. Es muss uns darum gehen, eine Balance herzustellen zwischen Sinnlichkeit und der Fähigkeit, Gründe abzuwägen und Urteile zu fällen. ....Ein Grundkanon von Fähigkeiten und Kenntnissen erscheint mir da unverzichtbar zu sein... Der Aspekt der Selbstbestimmung bleibt immer der zentrale. Ein souveräner Umgang mit Differenz setzt umfassend gebildete, ICH-starke Persönlichkeiten voraus".

Der gestalterische Rahmen der Kurse schließt unterschiedliche Verfahren, Techniken und Materialien ein. Ziel der gemeinsamen Arbeit wird es sein, die eigenen gestalterischen Fähigkeiten zu finden, das visuelle Urteilsvermögen zu bilden und künstlerische Techniken praktisch einzuüben.